{"id":638,"date":"2013-03-04T16:20:30","date_gmt":"2013-03-04T15:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/dirkarendt.wordpress.com\/?p=638"},"modified":"2013-03-04T16:20:30","modified_gmt":"2013-03-04T15:20:30","slug":"einer-wacht-uber-die-baustellen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/dirkarendt.de\/?p=638","title":{"rendered":"e-Government: &#8222;Einer muss \u00fcber die Baustellen wachen&#8230;&#8220;"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_643\" aria-describedby=\"caption-attachment-643\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/dirkarendt.files.wordpress.com\/2013\/03\/img_20130301_141422.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-643   \" title=\"Dirk Arendt Einer muss \u00fcber die Baustellen wachen...\" alt=\"Dirk Arendt Einer muss \u00fcber die Baustellen wachen...\" src=\"http:\/\/dirkarendt.files.wordpress.com\/2013\/03\/img_20130301_141422.jpg?w=300\" width=\"270\" height=\"270\" srcset=\"http:\/\/dirkarendt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/img_20130301_141422.jpg 2048w, http:\/\/dirkarendt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/img_20130301_141422-150x150.jpg 150w, http:\/\/dirkarendt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/img_20130301_141422-300x300.jpg 300w, http:\/\/dirkarendt.de\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/img_20130301_141422-1024x1024.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-643\" class=\"wp-caption-text\">Dirk Arendt Einer muss \u00fcber die Baustellen wachen&#8230;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mein Beitrag \u201c<a title=\"&quot;Zu viele Baustellen \u2013 ein starker IT-Planungsrat k\u00f6nnte helfen!&quot;\" href=\"http:\/\/dirkarendt.wordpress.com\/2013\/01\/31\/147\/\" target=\"_blank\">Zu viele Baustellen \u2013 ein starker IT-Planungsrat k\u00f6nnte helfen!<\/a>\u201d hat an der einen oder anderen Stelle f\u00fcr Diskussion gesorgt. Der Eintrag hat mir Kritik eingebracht &#8211; aber das Thema scheint zu polarisieren. Und so verkehrt liege ich dann wohl auch nicht mit meinen Gedanken und Ideen. Ein in der letzten Woche ver\u00f6ffentlichtes <a title=\"ISPRAT\u2010Eckpunkte zur Nationalen E\u2010Government\u2010Strategie, Arbeitsgruppe Mobile Government, &quot;Mobil? Aber sicher!&quot; \" href=\"http:\/\/isprat.net\/fileadmin\/downloads\/publikationen\/ISPRAT_Eckpunktepapier_Mobile_Gov.pdf\" target=\"_blank\">Eckpunkte-Papier des ISPRAT<\/a> als Erg\u00e4nzung zur Nationalen E\u2010Government\u2010Strategie (NEGS) mit dem Titel \u201cMobil? Aber sicher!\u201d zeigt m.E. das ganze \u201cDilemma\u201d, das ich dort beschrieben habe, noch einmal sehr sch\u00f6n auf.<\/p>\n<blockquote><p>\u201c<a title=\"Auszug aus Presseinformation des ISPRAT e.V.: &quot;Nationale E\u2010Government\u2010Strategie muss ein Update bekommen&quot;\" href=\"http:\/\/isprat.net\/fileadmin\/downloads\/pressemeldungen\/20130227_ISPRAT-Presseinformation_Mobile_Government-final.pdf\" target=\"_blank\">Die Nationale E\u2010Government\u2010Strategie stammt aus dem Jahr 2010. Damit ist sie veraltet, was ihren Bezug zur Wirklichkeit angeht: Die digitale Gesellschaft hat sich in den letzten wenigen Jahren mit gro\u00dfer Geschwindigkeit weiterentwickelt. Menschen gehen nicht mehr nur ins Internet. Sie sind st\u00e4ndig und \u00fcberall online. Eine Strategie, die dem E\u2010Government zum Durchbruch verhelfen will, aber das mobile Lebensgef\u00fchl vieler Menschen nicht aufnimmt, l\u00e4uft Gefahr, neue Online\u2010Angebote der Verwaltung am Interesse der Nutzer vorbei zu schaffen. Sie w\u00e4ren bereits veraltet, wenn sie zur Nutzung freigeschaltet werden. Deshalb muss die Strategie um das Kapitel Mobile Government erweitert werden.<\/a>\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Grunde v\u00f6llig richtige Aussagen, keine Widerrede. Es sind im Wesentlichen aber zwei Punkte, die mich st\u00f6ren. Zum einen darf \u201cmobile Government\u201d (im Folgenden nur \u201cmobGov\u201d) nicht als selbst\u00e4ndige neue Strategie neben eGovernment angesehen werden. So aber lesen sich einzelne S\u00e4tze des Papiers. Es muss bei den Anstrengungen zur Neustrukturierung \u00a0unserer Verwaltung in den n\u00e4chsten Jahren vor allem darum gehen, die verschiedenen aktuellen und zuk\u00fcnftigen Themen der Verwaltungsmodernisierung zu\u00a0priorisieren\u00a0und zu b\u00fcndeln. Das hei\u00dft, das &#8222;Open&#8220; mit dem &#8222;Mobile&#8220; und dem &#8222;e&#8220; \u00a0zu verzahnen. Das Thema \u201cmobile\u201d ist eine Erweiterung der bestehenden (Zugangs-)Kan\u00e4le und bringt neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr neue Prozesse mit sich. Nicht mehr und nicht weniger. Wobei ich die Schwerpunkte der mobGov-Aktivit\u00e4ten anfangs eher auf den internen Verwaltungsbereich und die dortigen Prozesse konzentrieren w\u00fcrde. Zu viele Apps machen die Verwaltung auch nicht moderner. Und auch das Thema der &#8222;Interoperabilit\u00e4t&#8220; darf dabei nicht aus den Augen gelassen werden. An dieser Stelle sei aber auch ein Verweis auf eine <a title=\"OECD, &quot;Mobile Technologies for Responsive Governments and Connected Societies &quot;\" href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/governance\/m-government-mobile-technologies-for-responsive-governments-and-connected-societies_9789264118706-en\" target=\"_blank\">OECD-Studie<\/a> erlaubt, die zwar schon im Herbst 2011 ver\u00f6ffentlicht wurde, die aber aufschlussreiche Beispiele aus anderen L\u00e4ndern benennt. Und sie zeigt vor allem &#8211; und das ist dann auch schon der zweite Punkt, der mich st\u00f6rt &#8211; dass mobGov mehr ist als nur Apps, BYOD und Security. Es ist ein viel weiteres Feld. Zu beachten ist hier auch die SMS. Ja, auch diese Technologie wird m.E. unter den demographischen Gesichtspunkten unserer Gesellschaft noch einmal wichtig.<\/p>\n<p>Vor dem Ausrollen einer mobGov-Strategie sei aber noch auf ganz andere Probleme hingewiesen, die hier nur kurz angesprochen werden k\u00f6nnen, aber schnellstm\u00f6glich einer Kl\u00e4rung f\u00fcr den PS bed\u00fcrfen: Es f\u00e4ngt mit den Arbeitsvertr\u00e4gen der Mitarbeiter an, die zum Gro\u00dfteil nicht auf ein solches Vorgehen vorbereitet sind, dazu kommen weitere arbeitsrechtliche Punkte sowie Fragen der Mitbestimmung, des Lizenzrechtes, des Managements der Endger\u00e4te, Punkte wie Datenschutz etc. Eine Hilfe zur Orientierung k\u00f6nnten hier die vor Jahren erstellten Richtlinien zur sog. Telearbeit leisten.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Titel dieses Eckpunktepapiers beschleicht mich aber noch ein anderer Gedanke. Es geht dabei nicht um das inhaltliche Thema mobGov, sondern eher um das strategische Vorgehen an sich. Konkret um die nachtr\u00e4gliche Erweiterung der NEGS. Sollten uns nicht eher Fragen umtreiben, wie wir ein solches Problem &#8211; Erg\u00e4nzen einer vielleicht \u201cveralterten\u201d Strategie &#8211; zuk\u00fcnftig umgehen k\u00f6nnen? Und da bin ich dann auch bei den Forderungen aus <a title=\"&quot;Zu viele Baustellen \u2013 ein starker IT-Planungsrat k\u00f6nnte helfen!&quot;\" href=\"http:\/\/dirkarendt.wordpress.com\/2013\/01\/31\/147\/\" target=\"_blank\">meinem alten Blogpost<\/a>: Wir ben\u00f6tigen m.E. dringend eine Institution, die auch\u00a0autorisiert\u00a0ist, Strategiewechsel zur Erreichung eines definierten Leitbildes f\u00fcr unsere Verwaltungen in den f\u00f6deralen Strukturen\u00a0vornehmen zu k\u00f6nnen. An diesem vorgedachten und definierten Leitbild einer Verwaltung der Zukunft k\u00f6nnen sich Bund, L\u00e4nder und die Kommunen orientieren. Zur Umsetzung dieser Strategie werden \u201cLeitplanken\u201d gesetzt, die einen bestimmten rechtlichen und entscheidungsrelevanten Rahmen f\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen und ihre \u00a0Umsetzung vorgeben. Und dabei ist es &#8211; mir pers\u00f6nlich zumindest &#8211; egal, welche Institution das sein wird. Der IT-Planungsrat war nur ein Vorschlag, weil er schon bestimmte rechtliche Befugnisse aus dem IT-Staatsvertrag besitzt. Auch \u00fcber die zahlenm\u00e4\u00dfige Vertretung der Kommunen und vielleicht eine etwas &#8222;vernetztere&#8220; Arbeitsweise l\u00e4sst sich gut diskutieren. Aber wie das Thema mobGov sehr deutlich zeigt, wir haben an dieser Stelle ein Problem: Wir k\u00f6nnen nicht jede technische Entwicklung \u00fcber Jahre\u00a0voraussehen.\u00a0Und wenn wir bei der Umsetzung der Strategie zu sehr vom Kurs abkommen oder sich andere Rahmenbedingungen \u00e4ndern, hilft uns ein klares Leitbild entsprechend &#8222;nachzujustieren&#8220;. Aber auch das geht nur, wenn wir das Ziel \u2013 das Leitbild \u2013 zu jeder Zeit fest vor Augen haben. Und wenn es eine Institution gibt, die zum nachzujustieren\u00a0berechtigt ist!<\/p>\n<p>Versetzen wir uns kurz zur Verdeutlichung der Situation in die Lage eines eGov-Verantwotlichen in einer durchschnittlichen deutschen Kommune: Er hat f\u00fcr seine etwa 100 bis 150 Tausend B\u00fcrger und Unternehmer etwa 70 bis 100 verschiedene Fachverfahren zu betreuen. Jetzt soll er einen \u201cZukunftsplan eGov\u201d erstellen, um die Mittel f\u00fcr die kommenden Jahre im Haushalt zu sichern. Wer aber hilft ihm dabei und sagt die IT, die L\u00f6sungen oder die Architekturen der Zukunft voraus? Der Mitarbeiter in der \u00f6rtlichen Verwaltung, der vielleicht nur mit einer halben Stelle das Thema eGov betreut, kann es jedenfalls nicht. Den Kommunen, die die Hauptlast der allt\u00e4glichen Verwaltungslast tragen, muss bei der Behebung dieser Probleme geholfen werden. Und dazu kann eine Vision und eine Institution zur Umsetzung sehr hilfreich sein.\u00a0Und dann brauchen wir zuk\u00fcnftig auch kein solches Eckpunkte-Papier&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Beitrag \u201cZu viele Baustellen \u2013 ein starker IT-Planungsrat k\u00f6nnte helfen!\u201d hat an der einen oder anderen Stelle f\u00fcr Diskussion gesorgt. Der Eintrag hat mir Kritik eingebracht &#8211; aber das Thema scheint zu polarisieren. Und so verkehrt liege ich dann wohl auch nicht mit meinen Gedanken und Ideen. 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